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Zur gamescom: Kindersicher spielen auf dem Smartphone

23.08.2019 Kommentare (0)

Das Smartphone wird als Spiele-Plattform immer beliebter. Auch auf der gamescom bilden mobile Games einen Schwerpunkt. Kostenlose Apps und eine leichte Bedienung machen das Spielen auf dem Handy für Kinder attraktiv. Wichtig für Eltern ist, auf altersgerechte Inhalte zu achten. Anwendungen mit In-App-Käufen oder Werbung sind für junge NutzerInnen nicht geeignet. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“, der Medienratgeber für Familien, hilft Eltern dabei, gute Apps zu erkennen.
Auf dem Weg zur Schule „Pokémon“ sammeln, „Fortnite“-Kämpfe in der großen Pause: Spiele-Apps liegen bei jungen NutzerInnen im Trend. Knapp 40 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen spielen laut KIM-Studie 2018 regelmäßig auf dem Smartphone, bei den Zwölf- bis 19-Jährigen sind es laut JIM-Studie 2018 zwei von fünf. Die Industrie reagiert auf das wachsende Interesse: Auf der Spiele-Messe „gamescom“ in Köln vom 20. bis 24. August 2019 präsentieren sich zunehmend auch Hersteller mobiler Games. „In App-Stores gibt es Spiele ganz verschiedener Genres – vom Puzzle bis zum Shooter-Game. Der Download funktioniert meist kinderleicht mit wenigen Klicks“, sagt SCHAU HIN!-Mediencoach Iren Schulz. „Wichtig für Eltern: Mit Sicherheitseinstellungen am Smartphone können sie verhindern, dass Kinder ungeeignete Apps installieren oder kostenpflichtige Angebote wahrnehmen.“
Altersgerechte Apps auswählen und App-Store sichern: Bei den Jüngsten ist die Installation von Apps Elternsache. Erwachsene können für den App-Store Altersbeschränkungen einrichten und Downloads bzw. Käufe mit einem Passwort sichern. So können die Eltern vor der Installation prüfen, ob das Spiel für ihr Kind geeignet ist. Die Altersangaben in den App-Stores sind nur eine erste Orientierung, keine inhaltliche Empfehlung. Pädagogische Spielebewertungen gibt es beim Spieleratgeber NRW oder Spielbar. Kindgerechte Apps finden Eltern bei klick-tipps.net und in der Datenbank „ Apps für Kinder“ des Deutschen Jugendinstituts (dji). Wichtig ist neben inhaltlichen Kriterien auch der Datenschutz der Apps. Für Kinder eignen sich nur Anwendungen, die persönliche Daten sehr sparsam erheben und nicht weiterverwenden. Angaben dazu finden Eltern in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Weitere Informationen zu altersgerechten Apps finden Eltern auch bei SCHAU HIN!.
Werbung und In-App-Käufe vermeiden: Apps für jüngere Kinder sind bestenfalls werbefrei und enthalten keine Kaufoptionen. Ältere SpielerInnen können von ihren Eltern über die Absichten von Werbung und über In-App-Käufe aufgeklärt werden: Kinder müssen erst lernen, die kommerziellen Interessen der Hersteller zu durchschauen. Für kostenpflichtige Zusatzinhalte können Familien auch ein Budget festlegen, damit die Kosten überschaubar sind.
Nutzungszeiten festlegen: Die Nutzung von Spiele-Apps sollte zeitlich begrenzt sein und nicht zu früh beginnen. Besonders am Anfang sind Eltern beim Spielen dabei und begleiten ihr Kind, falls es Schwierigkeiten oder Fragen hat. Je älter Kinder werden, desto selbstständiger nutzen sie Spiele-Apps. Um die Nutzungszeit der mobilen Anwendungen im Blick zu behalten, bieten sich feste Bildschirmzeiten an, die in der Familie vereinbart werden: Eine halbe Stunde bis zum Alter von fünf Jahren, zwischen sechs und neun Jahren eine Stunde am Tag. Faustregel für Kinder ab zehn: in der Woche eine Stunde pro Lebensjahr. Besonders jüngeren Kindern können technische Begrenzungen helfen, ein Gefühl für die vergangene Spielzeit zu bekommen. Wie Eltern Smartphones und Tablets entsprechen einrichten können, erfahren sie unter schau-hin.info/smartphone-tablet.

Quelle: Pressemitteilung der Initiative „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht." vom 13.8.2019

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