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Qualität in der frühen MINT-Bildung: 5.000 zertifizierte „Häuser der kleinen Forscher“

23.10.2018 Kommentare (0)

Die Kindertagesstätte „Storchennest“ in Laupheim (Baden-Württemberg) ist die 5.000. Bildungseinrichtung in Deutschland, die als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert ist. Das „Storchennest“ gehört damit zu jenen Kitas, Horten und Grundschulen, in denen das Forschen mit Mädchen und Jungen zu Fragen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik (MINT) nachweislich ein fester Bestandteil des pädagogischen Angebots ist und Fachkräfte sich regelmäßig dazu fortbilden.
Im „Storchennest“ kam vergangenes Jahr ein Kind mit einem verstauchten Arm in die Kita. Das weckte die Neugier bei den anderen Kindern und warf viele Fragen auf: Wie ist das passiert? Warum ist der Arm jetzt verbunden? Und was heißt das eigentlich: verstaucht? Die Erzieherinnen und Erzieher griffen die Fragen auf, um ein großes Projekt rund um das Thema „Körper“ zu gestalten. Dieses Projekt bildete die Grundlage für die Zertifizierung.
Kinder stark für die Zukunft machen: 5.000 zertifizierte Einrichtungen sind eine Bestätigung für den unermüdlichen Einsatz und das Engagement aller Beteiligten: „Die Kindertagesstätte ‚Storchennest‘ steht stellvertretend für alle Erzieherinnen und Erzieher, die jeden Tag gemeinsam mit den Kindern auf Entdeckungsreise gehen und dafür sorgen, dass die Mädchen und Jungen ihren Fragen nachgehen können und lernen, selbstbestimmt zu denken und verantwortungsvoll zu handeln. Solche ‚Häuser der kleinen Forscher‘ machen Kinder stark für die Zukunft“, sagte Otto Sälzle, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm, die in der Region seit zehn Jahren ein zuverlässiger und engagierter Netzwerkpartner der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ ist.
Im Forscher-Fieber: Die große Zahl an Zertifizierungen ist Beleg für kontinuierliche, qualitativ hochwertige Bildungsarbeit im Bereich MINT, die vor allem eines kann: Spaß machen. „Die ganze Kita wurde im wahrsten Sinne des Wortes vom Forscher-Fieber gepackt“, erzählte Ramona Köble, stellvertretende Leiterin der städtischen Kindertagesstätte „Storchennest“. „Es war großartig zu sehen, wie die Erwachsenen gemeinsam mit den Kindern losgezogen sind, und die Welt noch einmal ganz neu entdeckten. Die Zertifizierung ist dabei eine wunderbare Möglichkeit, um die Bildungsarbeit, die wir hier leisten, sichtbar zu machen. Und für das Kollegium ist es eine tolle Anerkennung, die immer wieder aufs Neue motiviert.“
Für eine Zertifizierung als „Haus der kleinen Forscher“ ist neben einer Projekt-Dokumentation aus dem Bereich MINT oder Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) der Nachweis über die kontinuierliche Weiterbildung in diesem Themenfeld notwendig. „Uns ist es wichtig, die Fach- und Lehrkräfte bei ihrer Arbeit zu begleiten und zu unterstützen. Das Zertifizierungsverfahren erfordert eine starke Reflexion der eigenen Arbeit. In den Fortbildungen des ‚Hauses der kleinen Forscher‘ erhalten die Pädagoginnen und Pädagogen neue Impulse und die Möglichkeit, sich zu vernetzen und auszutauschen“, so Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Das Zertifikat muss alle zwei Jahre erneuert werden, manche Bildungseinrichtungen sind bereits zum sechsten Mal zertifiziert.
Praxiserprobte Fortbildungen, Materialien und Online-Lernangebote: Rund 220 Netzwerkpartner in ganz Deutschland arbeiten eng mit der Stiftung in Berlin zusammen. Auf der Website der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ gibt es eine Übersicht der lokalen Fortbildungsanbieter.
Neben den regionalen Präsenzfortbildungen bietet die Stiftung in ihrem kostenfreien Online-Campus zudem Online-Kurse und Webinare an. Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ hat darüber hinaus passende digitale Angebote direkt für Kinder, wie Apps und Lernspiele, entwickelt. Das gesamte Bildungsangebot der Stiftung basiert auf einem wissenschaftlich fundierten pädagogischen Ansatz.

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Haus der kleinen Forscher vom 10.10.2018

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