mehrere Kinder

Manuela Schwesig - Maßnahmen zum Ausbau der Kindertagesbetreuung greifen

11.08.2016 | Politik Kommentare (1)

Zum Stichtag 1. März 2016 wurden 721.000 Kinder unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen oder in der öffentlichen Kindertagespflege betreut. Das meldet am 21. Juli das Statistische Bundesamt. Dies waren 26.000 Kinder (3,7 Prozent) mehr als im Vorjahr 2015. Blickt man zurück auf die vergangenen zehn Jahre, ist ein enormer Anstieg zu verzeichnen: Im März 2006, belief sich die Zahl auf 286.017 betreute Kinder.
Diesen Anstieg um 434.983 Kinder wertet Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig als Erfolg: „Ich freue mich, dass immer mehr Eltern das Angebot für ihre Kinder in Kita und Kindertagespflege nutzen können. Die gemeinsamen Anstrengungen von Bund, Länder und Kommunen beim Ausbau der Kindertagesbetreuung greifen. Das zeigen die neuesten Zahlen des statistischen Bundesamtes: Dass es ausreichende Plätze und eine qualitativ hochwertige Betreuung gibt, ist die Voraussetzung dafür, dass alle Kinder die gleichen Chancen haben. Darum arbeiten wir weiter daran, dafür gute Rahmenbedingungen zu schaffen“, so Schwesig.
Trotzdem: Der Ausbau muss weitergehen, um flächendeckend den Elternwünschen zur Betreuung ihrer Kinder nachzukommen. Die Bundesregierung sieht dazu für die kommenden Jahre deutlich mehr Mittel für die Kindertagesbetreuung vor. Mit einem vierten Investitionsprogramm sollen den Ländern 1,1 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden, um weitere Plätze in Kitas und in der Kindertagespflege zu schaffen. Dies sieht der Beschluss des Regierungsentwurfes zum Haushalt 2017 und zum Finanzplan bis 2020 vor. Damit werden die Mittel aus dem dritten Investitionsprogramm, das 550 Mio. Euro umfasst, nochmal deutlich aufgestockt.
Es geht aber nicht nur um die Quantität, sondern auch um die Qualität: Eltern wünschen sich die bestmögliche Betreuung und Bildung für ihre Kinder. Laut der aktuellen Studie „Die Zukunft des Wohlfahrtsstaates“ der Friedrich-Ebert-Stiftung, befürworten 87 Prozent der Eltern, dass die Qualität von Betreuung, vor allem für kleine Kinder, erhöht wird.
Deshalb stellt der Bund den Ländern die durch den Wegfall des Betreuungsgeldes frei werdenden Mittel von rund 2 Milliarden Euro bis 2018 zur Verfügung. Neben dem gemeinsam mit den Ländern entwickelten Qualitätsprozess setzt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Verbesserung der Qualität in der Kindertagesbetreuung über seine Bundesprogramme fort.
Weitere Informationen unter www.bmfsfj.de und www.fruehe-chancen.de

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 21.7.2016

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Kommentare (1)

Angelika Mauel 29 August 2016, 10:16

Wenn ich derartige Artikel oder Verlautbarungen aus dem Hause Schwesig zur Kenntnis nehme, frage ich mich, wie viele Abfragen der so genannten "Betreuungsbedarfe" an Eltern gerichtet wurden. Selbstverständlich haben Eltern ihren persönlichen Betreuungsbedarf großzügig bemessen angegeben. Ein Ergebnis, wie es sich die Wirtschaft nur wünschen konnte, war zu erwarten.



Leider gab es keine Fülle an Abfragen, was aus Eltern- oder Erziehersicht im Hinblick auf die Qualität von Betreuungsplätzen gewünscht wird. In den letzten Jahren haben viele Kindergärten eine Betriebserlaubnis erhalten, obwohl sie Kindern drinnen und/oder draußen nur wenig Platz zu bieten haben. Deren Maße dürfte man auf keinen Fall als Grundlage für das versprochene, längst überfällige Bundeskitaqualitätsgesetz nehmen. Das wäre zu peinlich!



Das Eigenlob aus dem Familienministerium ist für mich ein Zeichen, das man die Unterfinanzierung von Einrichtungen, die Verschlechterungen, die es neben einigen Verbesserungen auch gab, souverän ignoriert. Es zählt Masse statt Klasse. Die Forderungen der Wirtschaft zählen mehr als die Grundbedürfnisse von Kindern. Von daher auch die Bereitstellung von Geld für 24-Stunden-Kitas.



Wo wird eigentlich eine verbesserte Qualität der Betreuungsplätze mit Zahlen belegt?















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