mehrere Kinder

KED: Flexible Kita-Öffnungszeiten sind kein Freibrief für permanente Betreuung

02.09.2016 Kommentare (1)

Die Vorsitzende der Katholischen Elternschaft Deutschlands/KED, Marie-Theres Kastner MdL a.D., begrüßt die Initiative des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend „KitaPlus: Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist“, die für dieses Jahr die Einbeziehung von 300 Kitas anstrebt. Es ist für junge Familien, insbesondere diejenigen, die keine Großeltern oder Verwandten vor Ort haben, wichtig, dass qualitativ gute Betreuungseinrichtungen zur Verfügung stehen, die mit flexibel ausgerichteten Öffnungszeiten auf die Alltagssituation heutiger Eltern eingehen.
Die KED-Vorsitzende weist jedoch darauf hin, dass eine Flexibilisierung der Öffnungszeiten nicht bedeutet, dass die Einrichtungen für das eigene Kind permanent geöffnet sind. Die Betreuungszeiten müssen im Einklang mit dem Kindeswohl und den beruflichen Arbeitszeiten gesehen werden.
Eltern übernehmen eine hohe Verantwortung dafür, dass sie ihren Kindern nicht unnötig lange Zeiten einer außerhäuslichen Betreuung zumuten.
Dass hohe Maßstäbe an die Qualifikation in KitaPlus-tätigem Personals gestellt werden, bildet für die KED eine Grundvoraussetzung für das Gelingen dieser Initiative.

Quelle: Pressemitteilung der Katholischen Elternschaft Deutschlands e.V. vom 4.8.2016

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Kommentare (1)

Rahel Faust 03 November 2016, 20:55

Ich arbeite schon lange als Erzieherin in einem Kindergarten mit einem sehr hohen Anteil ( 85%) von Kindern mit Migrationshintergrund und / oder eher aus einem sozial schwachen Elternhaus.Die Frage der Verlängerung der Betreuungszeiten wird oft auf Rücken der Kinder und auch auf dem Rücken von uns ausgetragen. Alle Kinder lieben ihre Eltern und alle Kinder brauchen Bindungen. Wir als Erzieher haben die Kinder im Durchschnitt 3 Jahre- was sind drei Jahre im Leben der Kinder und wie sollen wir mit 20 Kindern soviel Nähe aufbauen können, das wir den Kindern verlässliche Bindung geben können. Egal wie ich mich bemühe auch für die Kinder bedeutet der Kindergartenalltag Stress- die Räume sind klein, es ist wenig Zeit für ein einzelnes Kind, es ist laut .Ich glaube ganz fest daran, das wir die Familien stärken müssen und Familenhelfer brauchen. Außerdem brauchen wir Erzieher Zeit ,um auch gute Familienarbeit machen zu können und nicht nur immer länger die Kinder betreuen.

Für mich persönlich wäre ein Verlangsamung wünschenswert, ein Innehalten und ein pädagogisches Überlegen, was und ob das alles richtig ist.

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