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Kind beim Lesen von Bilderbüchern

Blick in die Fachzeitschriften Juni 2014

Christiane Hartmann

26.06.2014 Kommentare (1)

Der Blick in die Fachzeitschriften gibt ein- bis zweimonatlich einen Überblick über aktuelle Themen und neue Ansätze in der Frühpädagogik. Er umfasst insgesamt 10 Zeitschriften mit monatlicher bis vierteljährlicher Erscheinungsweise, die für die Frühpädagogik relevant sind. Aus allen besprochenen Zeitschriften werden Artikel für www.ErzieherIn.de ausgewählt und hier veröffentlicht.

Die Redaktion dankt allen Verlagen und Redaktionen, die sich zu dieser einmaligen Form der Kooperation und der Information für die monatlich bis zu 60.000 NutzerInnen von ErzieherIn.de bereit erklärt haben und wünscht eine anregende Lektüre. Im folgenden Überblick wird berichtet über die neuen Ausgaben der Zeitschriften: Early Years, kinderleicht!?, klein & groß, TPS.

Early Years

Eine kurze Besprechung finden Sie unter http://www.erzieherin.de/dokumentation-in-der-fruehpaedagogik.php.

Kinderleicht!?

Armin Krenz setzt sich in Sorgenkinder haben Sorgen mit Sinn und Zweck von Verhaltensirritationen auseinander. Auch die Heilpädagogin Andrea Steinmann widmet sich dem Umgang mit „Sorgenkindern“ und deren Eltern in der Beratung.

Um Asperger-Syndrom, atypischen Autismus und frühkindlichen Autismus geht es in einem Artikel von Corinna Weinert. Ihre Internettipps sind http://w3.autismus.de/pages/startseite.php, www.asperger-online.de und www.asperger-kinder.de.

Die Umsetzung des Inklusionsansatzes in den Kitas wird von Rudolf Nottebaum kritisch beleuchtet. Er stellt die Frage, ob man nicht vorher Erzieher/-innen in integrativen Einrichtungen über ihre Erfahrungen im Umgang mit Kindern mit und ohne Handicap und deren Eltern hätte befragen sollen, um dann auf dieser Basis weitere Überlegungen zur Einführung von Inklusion anzustellen.

Zu Seefahrer-Abenteuern lädt Andrea Lang ein, denn die Geschichten der Seefahrt faszinieren die Menschen von jeher.

Die Rechtsanwältin Tanja von Langen erklärt, wie das neue Hygienerecht umzusetzen ist.

Ausführlich wird die Entwicklung der Wahrnehmung vom 3. - 6. Lebensjahr von Hartmut Kasten erläutert.

Über schüchterne Kinder schreibt der Psychologe Albert Horbach. Er gibt viele Tipps für die Erziehungspartner. Abgeraten wird davon, Druck auszuüben und von Formulierungen, die dem Kind von vornherein den Mut nehmen. Man sollte auch nicht die Kinder als „schüchtern“ bezeichnen.

 

klein & groß

Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geliehen. Es geht um Basisbildung für nachhaltige Entwicklung, die in der frühen Kindheit beginnt. Hierüber schreibt Freya Pausewang.

Sibylle Münnich interviewte Barbara Benoist, welche Erfahrungen sie in Kitas betreffend Nachhaltigkeit gemacht hat und welche Tipps sie für die Umsetzung in der Praxis gibt. Der Expertin ist es wichtig, dass die pädagogische Fachkraft den Kindern Lern- und BildungsbegleiterIn ist. Anknüpfungspunkte für die verantwortungsvolle Nutzung von Natur und Umwelt gibt es im Kindergarten viele: beim Händewaschen zwischendurch den Wasserhahn zudrehen, beim Einkauf regionale Produkte aus biologischem Anbau bevorzugen, Tiere und Pflanzen beobachten und mehr über sie erfahren...

Karin Blessing hat sich auf die Suche nach neuen Wegen für eine breite Umweltbildung begeben.

Michaela Lambrecht schickt die Mülldedektive auf die Spur. Sie hat eine Idee für neun Projekttage entwickelt.

Über Streit unter Sandkastenfreunden schreibt die Krippenerzieherin Tea in ihrem Blog. Die Krippenkinder sollen die Obstsorten Apfel, Kiwi und Ananas kennenlernen. Sie üben dabei ein Fingerspiel und ein Lied von den Früchten nach der traditionellen Melodie „Ein Vogel wollte Hochzeit machen“.

Erwachsene schreiben über das für sie Wichtigste, was sie im Kindergarten gelernt haben. Es ist eine schöne lange Liste mit wichtigen Kompetenzen, die da zusammengekommen ist.

Spielideen rund um Knöpfe werden von Brigitte Richter vorgestellt. Nadja Quast hat gute Erfahrungen mit American Football gemacht. Damit setzt sie neue Bewegungsimpulse in Kita und Schule.

Die klein & groß Ideenkiste enthält Ideen für den Morgenkreis, die Herstellung von Figuren aus Pappmaschee und die Gestaltung von Astmobiles, alles Anregungen für einen heiteren Sommer.

Ein Stammautor in dieser Fachzeitschrift ist Horst Küppers. Er schreibt regelmäßig über Kitas in anderen Ländern; diesmal berichtet er über Kindheit in Gibraltar.

Auch die Erziehungspartnerschaft ist ein Thema. Johannes Schopp erläutert sein Konzept zur dialogischen Haltung in der Zusammenarbeit mit Eltern. Über die interkulturelle Erziehungspartnerschaft schreibt Mirjam Prüver.

Um die 5-6jährigen geht es bei den Tipps und Impulsen für die „Großen“, damit sie mit Schwung ins letzte Kitajahr gehen. Vertrauen und Zutrauen gehören im Kita-Alltag immer dazu. Wer hört nicht gerne ein: „Toll, was Du schon kannst!“

Die Kitarechtler sind diesmal mit Fragen rund um Schwangerschaften im Team konfrontiert und geben Rat. Literaturtipps runden das Heft ab.

TPS

Draußen sein“ ist das Schwerpunktthema von TPS. Es geht den Autoren, darunter auch Herber Renz-Polster, um Naturbegegnungen von Kindern. Kindheit soll nicht nur überwiegend in Gebäuden stattfinden. Das Außengelände der Kita ist deshalb ein wichtiger Ort. Eine Außengeländeplanung muss deshalb wohl durchdacht sein. Draußen bewegt man sich mehr als drinnen. Dies ist ein wichtiger Aspekt, da bei vielen Kindern Bewegungsmangel festzustellen ist. Hervorgehoben wird von den Autoren, dass das Spielen draußen die Phantasie fördert. Es gibt nicht so viel Spielzeug; die Kinder sind auf ihren Schöpfergeist verwiesen.

Eine spezielle Form des Draußen-seins erlebt, wer mit Kindern in der Kita gärtnert. Für Kinderbeete eignen sich nach Sigrid Diebold Cocktail- oder Kirschtomaten, Bohnen, Erbsen, Mais, Kartoffeln, Kürbisse und Zucchini. Am Rand der Beete machen sich gut Johannisbeeren, Himbeeren und Monatserdbeeren. Mit Kräutern lässt sich der Kita-Alltag beleben. Auch Blumen sollten im Garten ihren Platz haben.

Einen besonderen Weg, draußen zu sein bei jedem Wind und Wetter, schlagen Waldkindergärten ein. Über die Fülle von individuellen Lernfeldern und komplexen Erfahrungsmöglichkeiten schreibt Brigitta Blinkert. Auch Waldtage und -wochen können die Kita befruchten.

Die Kinder haben in TPS selbst das Wort und äußern ihre Meinung, wann sie lieber draußen oder drinnen spielen.

Nicht nur der Wald, auch die Stadt ist ein Spielraum, wenn man nicht nur gezielt von A nach B geht, sondern für die kleinen Dinge am Rande einen Blick hat. Das können sowohl ein Regenwurm als auch eine Baustelle sein.

Es heißt, dass unsere Urgroßeltern rund 100 Straßenspiele aufzählen konnten! Warum nicht einige davon kennenlernen? Der Stadtteil kann erkundet werden. Die Ergebnisse dieser Forschertour werden in einer Schatzkarte eingetragen.

Im Kinderhaus der evangelischen Paul-Gerhardt-Gemeinde in Frankfurt / Main ist der wöchentliche Ausflugstag etwas Besonderes. Die Kinder dürfen die Ausflugsziele mitbestimmen; sie sind die „Ausflugs-Bestimmer“. Die Erzieherinnen legen Wert darauf, dass alle Kinder sich den Ausflug leisten können. Der nahe gelegene Wald ist ein beliebtes Ziel.

Für Hortkinder geeignet sind Ausflüge mit Geocaching, bei denen „Cache“, ein versteckter Schatz, gesucht wird. Man fährt mit öffentlichen Verkehrsmitteln nahe an den versteckten Schatz heran und ortet ihn mit GPS. Da die GPS-Koordinaten nur auf 20 m genau sind, heißt es auf den letzten Metern, selbst zu buddeln. Es gibt mehrere Internetseiten wie z.B. www.opencaching.de, auf denen Caches angezeigt werden.

Auch die kleinen Kinder kommen nicht zu kurz. Es wird gezeigt, wie die Umgebung vorbereitet werden sollte, wenn man Krippenkinder im Freien versorgen möchte.

Einen Nachteil hat das Draußen-sein: die Kinder können sich schmutzig machen. Es ist deshalb wichtig, den guten Dialog mit den Eltern zu pflegen und Einvernehmen herzustellen. Edeltraud Prokop und ihre Kolleginnen sehen bestimmte Eingangsbereiche ihrer Kita als „Schmutzschleusen“ an. Dort wird öfter sauber gemacht.

Herbert Österreicher informiert über Zecken, Fuchsbandwürmer, Tollwut, Bienen, Wespen und Hornissen.

TPS behandelt die Qualität in der betriebsnahen Kindertagesbetreuung und es wird deutlich gesagt: „Qualität hat ihren Preis. Erzieherinnen fordern bessere Eingruppierung und mehr Geld.“ So auch schon im Editorial von ErzieherIn.de zum gleichen Thema.

Das Heft schließt mit einem weiteren Artikel über den Bewegungsmangel. Kinderyoga sorgt als Impulsgeber für ein positives Körperbewusstsein. Peter Schreiber erklärt, welche Qualitätskriterien für ein gutes Angebot zu beachten sind. 

 

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